Riesenrad / Foto: CherryX

Bock auf Achterbahn? Ein super Tag auf dem Hamburger Dom

Dreimal im Jahr findet für jeweils einen Monat der Hamburger DOM statt – das größte Volksfest Norddeutschlands. Mitten in St. Pauli, am Rande der Reeperbahn, versammeln sich dann um die 300 Schausteller – Fahrgeschäfte, Lotterien, Achterbahnen, Karussells, ein 55 Meter hohes Riesenrad, wilde Mäuse, eine Geisterbahn, Lufballons, meterhohe Kuscheltiere – und etwa 100 Futterbuden. Besonders beliebt bei den jährlich ca. 1 Million Besuchern ist das immer Freitags ab 22:30h stattfindende Feuerwerk und die riesige Sonderveranstaltungsfläche, wo jedes Jahr zu einem anderen Thema eine kleine, eigene Welt aufgebaut wird.

Buntes Treiben
Buntes Treiben

Der Hamburger DOM blickt auf eine etwa tausendjährige Geschichte zurück. Alles begann im 11. Jahrhundert, als Händler, Gaukler und Marktleute aller Art sich regelmäßig bei winterlichem Hamburger Schietwetter im Mariendom am Speersort vor Wolkenbrüchen schützten. Das bunte Treiben war bei den Bürgern derart beliebt, dass auch der Erzbischof den Handel in der Kirche nicht verbieten konnte. Der Markt blieb bis zum Abriss des Doms 1804 an dieser Stelle; danach trieben die Händler ohne festen Anlaufspunkt für fast 100 Jahre ziellos über verschiedene Hamburger Marktplätze und fanden schließlich 1893 ihren heutigen Platz auf dem Heiliggeistfeld.

Rasante Fahrt
Rasante Fahrt

Über die Jahrhunderte hat sich das Volksfest vielfach gewandelt. Heute ist es eher ein Vergnügungsort als ein Markt.

Aus der Anfangszeit des DOMS auf dem Heiliggeistfeld ist nur noch „Vespermanns Bodenkarussell“ übrig geblieben, das sich seit 1902 auf dem DOM dreht. Heute findet Ihr hier absolut moderne Fahrgeschäfte und Themen-Bahnen: beispielsweise das „Funhouse Viva Cuba“, das der Besucher wie einen Parcours durchlaufen und dabei karibischen Abenteuern begegnen; oder die Achterbahn „Black Hole“, wo Ihr rasend schnell durch die Dunkelheit katapultiert werdet. Ein dauerhaftes Highlight ist natürlich das 450 Tonnen schwere Riesenrad, das von einer Viertelmillion LED-Lichtern illuminiert wird und übrigens auch vier Gondeln für Rollstuhlfahrer bereit hält.

Seit dem diesjährigen Frühlingsdom verfügt das Fest nun auch über ein Maskottchen: der DOM-Bär Bummel bummelt mittwochs von 16.00 – 18.00 Uhr und sonntags von 16.00 – 17.00 Uhr durch die LED-Gassen und steht für Streicheleinheiten, Selfie-Sticks usw. zur Verfügung. Seit ich selber einmal während eines ungünstigen Schülerjobs in einem solchen Maskottchenkostüm steckte, habe ich ein gewisses Mitgefühl für den Insassen und plädiere dafür, ihn nicht zu ärgern. Die Sicht da drinnen ist genauso eingeschränkt wie die Bewegungsfreiheit und es ist so heiß, dass jeder Schritt anstrengend ist. Also bitte lieb sein zum Bummel-Bär!

Der Dom ist besonders bei gutem Wetter stark besucht
Der DOM ist besonders bei gutem Wetter stark besucht
Luftiges Katapult
Luftiges Katapult

Ich bin über den Dom gelaufen und habe für Euch, liebe Gäste der Superbuden, ein paar Eindrücke der Besucher gesammelt. Hier ein paar hilfreiche Aussagen zum DOM:

Joachim A. aus Hamburg: „Familien sollten mittwochs kommen, dann sind die Fahrten 1-2 Euro billiger. Kinder lieben den DOM, unser Sohn wollte lieber hin als in den Zoo“

Bernd H. aus Kiel: „Ganz schön teuer geworden! 40 Euro kostet das schon, mit Essen und Achterbahn. Gehört aber irgendwie zu Hamburg wie das Fischbrötchen. Die Atmosphäre und all die bunten Lichter machen die Preise wieder erträglich“.

Anne M. aus Hamburg: „Als Kind war das das Größte, all die bunten Lichter… Ich würde nicht mit dem Auto hinfahren – einfach mit der U3 bis St. Pauli und dann direkt auf den DOM spazieren!“

wilde Purzelbäume
wilde Purzelbäume

Hannah A. aus Kassel: „Wir machen immer gern zur DOM-Zeit einen Wochenend-Trip nach Hamburg. Unvergessliche Atmosphäre – welche Stadt hat schon mitten im Zentrum ein Volksfest? Danach kann man perfekt auf dem Kiez weiterfeiern!“

Michi K. aus Hamburg: „Ich gehe seit 48 Jahren auf den DOM! Ich kaufe mir jedes Mal einen halben Meter Wurst, eine Rumkugel und heißen Holundersaft. Das Einzige was mit nicht gefällt sind diese Greifarm-Abzock-Maschinen. Da kriegt man nie was raus!“

 

Die harten DOM-Fakten für 2018:

Frühlingsdom: 23. März bis 22. April

Sommerdom: 27. Juli bis 26. August

Winterdom: 9. November bis 9. Dezember

 

Öffnungszeiten:

Montags bis donnerstags: 15 bis 23 Uhr, Freitags und Samstags bis 24 Uhr
Sonntags und Feiertags: 14 Uhr bis 23 Uhr
Gründonnerstag: 15 bis 24 Uhr
Ostersonntag: 14 bis 24 Uhr
Karfreitag bleibt der Frühlingsdom geschlossen.

Familientag: Jeden Mittwoch sind die Fahrgeschäfte für alle Besucher 1-2 € preiswerter
Feuerwerk: Jeden Freitag 22:30 Uhr

Ich wünsche Euch superviel Spaß auf dem DOM!

Eure Inga

Nächste Woche gibt’s hier einen Blog über Blankenese!

 

 

 

Kategorien Allgemein Essen Events Hamburg Lifestyle Reisen
Inga Lankenau

Hallo liebe Gäste! Ich bin Inga und arbeite als freie Künstlerin, Illustratorin, Dozentin und als Bloggerin für die zauberschöne Superbude. Auf unserem Superbude-Blog könnt ihr mehr über unsere neuesten Frühstücksaufstrichsrezepte, unsere Lieblingsorte und -Veranstaltungen und über Hamburgerisches und Superbudiges erfahren.

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