Bock auf Kiezstimmung? Ein super Tag in der Schanze

Das Hamburger Schanzenviertel zwischen Schulterblatt, Schanzenstraße und dem Bahnhof Sternschanze ist von einer bewegten Geschichte geprägt. Der Name stammt von der Verteidigungsanlage Sternschanze, die zwischen 1682 und 1816 im heutigen Schanzenpark stand und Hamburg erfolgreich gegen die Dänen verteidigte…

In den 1970er Jahren etablierte sich das Viertel als preiswerte, zentrale Wohngegend unweit der Uni, die besonders Studenten und junge Leute anzog. Zu dieser Zeit war die Gegend wild und punkig, geprägt von alternativer Lebenskultur, einer im Schanzenpark ansässigen Drogenszene und dem linksautonomen Zentrum „Rote Flora“.

Früher war die Schanze ein heißes Pflaster
Früher war die Schanze ein heißes Pflaster

Durch Zuzug verschiedener Medienfirmen samt Latte-Macchiato-Hipstern und durch die steigende Beliebtheit des bunten Viertels wurden die einstigen Raubtierzähne des Viertels arg abgefeilt, so dass es sich heute eher um eine ziemlich angesagte Ausgehmeile mit netten Boutiquen handelt. Der G20-Gipfel hat das Viertel jedoch noch einmal kräftig durchgerüttelt, und auch die Rote Flora bleibt als letzte Bastion der Gesellschaftskritik und als Erinnerung an alte, raue Zeiten bestehen. Wir beschreiben Euch hier, wie Ihr einen ganz besonderen Tag in der Schanze verbringen könnt.

Morgens

Nach einem gemütlichen und ausgedehnten Frühstück bei uns im Kitchenclub müssen die Gäste der Superbude St. Pauli eigentlich nur vor die Tür treten, um ins Schanzenflair einzusteigen. Von der Superbude St. Georg aus fahrt Ihr am besten mit der U3 vom Berliner Tor bis zur Feldstraße. Die Strecke lohnt sich und ist bereits wie eine kleine Stadtrundfahrt. Wenn Ihr für ein Wochenende in Hamburg seid, empfehle ich Euch, den Morgen auf dem Schanzenflohmarkt zu verbringen.

Schanzenflohmarkt
Schanzenflohmarkt

Der lebendige Markt direkt gegenüber der U-Bahnstation Feldstraße ist voll von Raritäten und hübschen Mitbringseln. Dabei könnt Ihr auch gleich den sympathischen Laden Hanseplatte  und den ungewöhnlichen Buchladen Cohen + Dobernigg besuchen, der besonders viel Lesenswertes aus den Bereichen Lokales, Grafikdesign und Popkultur anbietet.

Mittags

Danach schlendert Ihr am besten durch die niedliche kleine Beckstraße (gut essen kann man dort bei Azeitona!) und landet beim Pferdemarkt. Nun könnt Ihr mit sehr viel Gemütlichkeit durch die Schanzenstraße, die Susannenstraße und über das Schulterblatt laufen und die vielen kleinen Lädchen besuchen. Da gibt es zum Beispiel viel Skandinavisches (Kleidung für große und kleine Leute, Spielzeug) bei Lille/Stor in der Schanzenstr. 73 oder das schnuckelige „Dorf“ mit wunderbarem Krimskrams, oder Ähnliches von Fräuleinwunder, oder tolle Kindersachen bei den Wohngeschwisterchen gegenüber der Roten Flora….es gibt viel zu entdecken!

Das Schanzenherz
Das Schanzenherz

Ein kleiner Ausflug in den Florapark direkt hinter der Roten Flora lohnt sich auch immer. Besonders für Familien mit Kindern bietet es sich an, den Park Sonntags zu besuchen: dann gibt es nämlich eine offene Kletterstunde am berühmten Kilimandschanzo!

Abhängen im Schanzenpark
Abhängen im Schanzenpark

Wer eine Kuchenpause einlegen möchte, kann dies besonders gut im Kulturhaus 73 neben der Flora, bei der Kaffeerösterei Elbgold oder im Kaffeekontor in der Schanzenstraße tun. Für eine Vielzahl herzhafter Gerichte seid Ihr auf der Piazza vor der Flora genau richtig. Empfehlenswert finde ich zum Beispiel das Mittagsbuffet im Balutschistan.

Abends

Auch Abends hat die Schanze einiges zu bieten. Wer für den Abend besondere kulinarische Genüsse sucht, dem möchte ich die Bullerei von Sternekoch Tim Mälzer ans Herz legen. Köstlich und dabei unprätentiös! Delikat ist’s auch im Bistro Carmagnole , nur wenige Meter von der Superbude St. Pauli entfernt. Weitere Restauranttipps findet Ihr hier in unserem Blog!

Für das weitere Abendprogramm könnt Ihr beispielsweise das etwas versteckte 3001 Kino besuchen – oder eine der vielen Bars. Etwas Besonderes ist ganz sicher die Sofabar am Pferdemarkt, die komplett voll mit Omasofas daherkommt. Besonders im Sommer ist es eigentlich das Größte, sich durch die Straßen treiben zu lassen und hier und da bei Katzen, Goldfischgläsern, beim Saal 2 und anderen Kneipen hängenzubleiben. Auch im Schanzenpark (gegenüber des Bahnhofs Sternschanze, da wo immer Leute auf einem großen Steinquader hocken und nach Geld angeln) ist im Sommer immer was los.

Wir hoffen, dass Ihr einen absolut herrlichen Tag in der Schanze verbringt, das ein oder andere schöne Souvenir ergattert und vielleicht ein klein wenig von alten, wilden Zeiten träumt!

Eure Inga aus der Superbude

Nächste Woche geht’s hier im Blog um die Geschichte der Superbuden!

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