TASTE-Festival im Hamburger Kolbenhof

TASTE – Fest der Künste in Hamburg

Am Wochenende hatte das TASTE-Festival in Hamburg Premiere. Dieses neue, genreübergreifende Kunstfestival für junge regionale Künstler stellte verschiedene Kunst-, Design-, und Handwerksdisziplinen vor: von Musik, Mode, Malerei, Surfbrettrestauration, Koch-und Geschmackskunst bis hin zur Fotografie des menschlichen Hinterteils war alles dabei…

Diese Artenvielfalt fand in den Fabrikräumen des alten Kolbenhofs ein industriecharmantes temporäres Zuhause. Die Superbuden sponsorten zusätzlich einen mit Bett, Softdrinks und Brezeln mit Speckgeschmack ausgestatteten „Artbulli“ für 2 Personen und verliehen dem Festival entschieden die Matte des Monats. Der Artbulli wurde von der charmanten Illustratorin Sophia Peters bezogen, die sich, so vermuten wir, dort recht wohl fühlte:

Super-Artbulli
Super-Artbulli
ein Super-Match, so möchte man anmerken
ein Super-Match, so möchte man anmerken

Zum Konzept des Festivals gehörte im Besonderen die Begegnung zwischen Besuchern und Künstlern – so sollte nicht nur ausgestellt und betrachtet, sondern auch diskutiert, gespielt, Rollen vertauscht, gekauft, musiziert und inspiriert werden.

So stellte der Freundeskreis im 2. Raum des 1. Obergeschosses ein spielfreudiges und breit gefächertes Angebot vor, das am besten mit den Worten beschrieben werden kann, aus denen sich der Name des Modelabels „MERIJULA“ zusammensetzt: Magic, Education, Respect, Independence, Justice, Uniqueness, Love, Art.

Hier konnte der Besucher sich beispielsweise von Peniskunst inspirieren lassen und einen eigenen Leinwandpenis zusammenstellen, der die Spielfreude anstatt der Länge in den Fokus rückt – ein wichtiges Statement in der Penisdiskussion. Nebenan befand sich das bereits erwähnte Projekt MERIJULA, ein Hamburger Modelabel, das „live wild and free“-Mode anbietet; für Freigeister, die ihr Lebensgefühl durch Kunst, Musik und dem was sie liebend gern tun ausdrücken – wie zum Beispiel schöne, ökologische und faire Kleidung tragen.

Abgerundet wurde die Kombination mit den Arbeiten des nebenberuflichen Surfbrettrestaurateurs Julian Schmitz, der das Surfen nachhaltiger gestalten und alte Bretter reparieren statt wegwerfen möchte.

live wild and free...
live wild and free…

Wer temporär keinen Bedarf an den oben beschriebenen Angeboten verspürte, kann sich dennoch an die Freunde wenden und in ihrem Studio einen Film drehen.

Ein weiteres Beispiel für künstlerischen Diskussionswillen sind die „Arschfotos“ von Klaus Friese. Der Künstler stellte eine „Arschfotobox“ bereit, in der Besucher den Teil von sich ablichten lassen konnten, den sie sonst nicht zu Gesicht bekommen. Die Gesäßfotos wurden – mit Erlaubnis des Inhabers – großformatig gedruckt und ausgestellt. Dem Künstler ist nicht nur das Produkt von Bedeutung, sondern auch die Reaktionen darauf. „Frauen vergleichen, Männer wollen am liebsten anfassen“, so der Künstler. Es besteht also noch hinterngründiger Geschlechterrollen-Gesprächsbedarf.

In allen Räumen konnte der Besucher auch malerische Werke betrachten – z.B. die halb abstrakte, gegenständliche, wuchtige, zarte, farbenfrohe und graue Malerei von Johannes Huntenburg oder die klassisch-streetartigen Gemälde des Duos Angry Koala, das sich auf gemalte und von graffittiesken Übermalungen überwucherte klassische Motive spezialisiert hat.

Neben den Modeschöpfungen von MERIJULA gab es schicke handgemachte Textilien und Rucksäcke aus extrem beständigen und wasserfesten Stoffen von Anna Roro und ebenfalls handgemachte Taschen aus alten Secondhand-Lederjacken von den beiden Designerinnen Mia & Gennet von OHZEL.

Um die Markt- Ausstellungs- und Spielhallen atmosphärisch-akustisch zu begleiten, spielten an beiden Festivaltagen Singer-Songwriter zwischen den Menschen:

Musik zwischen den Menschen
Musik zwischen den Menschen

Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden für das faszinierende und vielfältige Festival und freuen uns, dass wir Euch unterstützen und diese erfrischende Welt betreten durften!

plantschbecken

Eure Superbude.

In der kommenden Woche haben wir wieder ein DIY-Special für Euch!

 

Kategorien Allgemein Design Hamburg Kultur Lifestyle Musik
Inga Lankenau

Hallo liebe Gäste! Ich bin Inga und arbeite als freie Künstlerin, Illustratorin, Dozentin und als Bloggerin für die zauberschöne Superbude. Auf unserem Superbude-Blog könnt ihr mehr über unsere neuesten Frühstücksaufstrichsrezepte, unsere Lieblingsorte und -Veranstaltungen und über Hamburgerisches und Superbudiges erfahren.

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