Wo ist Hamburg noch leer?Wo ist Hamburg noch leer?

Sommerfrage: Wo ist Hamburg noch leer?

 

Von einem Sommerloch ist in Hamburg nichts zu spüren – es sei denn man redet von daheim hinterlassenen Hohlräumen jener Menschen, die sich aktuell in Hamburg aufhalten.

Die Hansestadt gleicht einer vielbesuchten Hüpfburg, die aufgrund der über sie hereinbrechenden jauchtzenden Masse von einer Schräglage in die andere pendelt und Gefahr läuft, in jeder Sekunde an einer ihrer Nähte zu platzen: die „Corner“ zwischen Schanze und St. Pauli ist in diesen lauen Sommernächten leicht mit einer Open Air -Veranstaltung zu verwechseln; die Menschendichte auf einer Stapelfahrt mit der Fähre 62 ist mit der eines Zugwaggons zur rush hour in Bombay vergleichbar; der Elbstrand hat eine ähnliche Hundedichte wie das Hamburger Franziskustierheim erreicht….

Dieser Blogbericht ist für alle unter Euch, die einen einigermaßen leeren, erholsamen Ausflugsort herbeisehnen, der die Energiereserven für in Menschenmassen ungeplant auf Köpfe tröpfelndes Bier, für Sandbuddelattacken fremder Hunde, lautstark in die Sommernacht gelallte Trinksprüche oder flüssige Kaugummis unter Flip Flops regeneriert.

Ich möchte das leidige Problem von Reisetipps umgehen, die unberührte Orten gerade durch die Empfehlung entjungfern. Daher möchte ich Euch hier direkt mehrere Orte einer Region empfehlen, deren Größe den Besuch aller Superbudenblogleser unberührt lassen würde: die Vier- und Marschlande rund um die Dove-Elbe. (Wenn diese Region gleichzeitig von 13.163 Besuchen besucht werden würde, käme der ansässigen Bevölkerung pro Hektar gerade einmal ein Besucher hinzu)

Die Reise zur Dove-Elbe geht auf unseren Hausmeister der Superbude St. Pauli zurück, der sich bereits in jenes Terrain aufgemacht und dort den ein oder anderen Seen durchschwommen hat. Ich habe eine Erkundungsreise auf den Spuren unseres Hausmeisters unternommen und  Hamburgs Vier- und Marschlande inspiziert:

Erkundungskur
Erkundungskur

Nach der Inspektion habe ich mir kurzerhand ein Boot gekauft und mich an der Dove-Elbe häuslich niedergelassen. So kann ich unbekümmert sagen: kommt mit ins Boot, wir haben noch Platz an der Dove-Elbe; es ist herrlich:

Blick von Daheim auf die Dove-ElbeBlick von Daheim auf die Dove-Elbe
Blick von Daheim auf die Dove-Elbe

Unser St. Pauli – Hausmeister möchte Euch neben der gesamten Region entlang der Dove-Elbe, die man wunderbar mit dem Fahrrad – insbesondere entlang des Elbe – Radweges – erkunden kann, den Besuch des Boberger Sees ans Herz legen.

Die Region verfügt über mehrere Badeseen: hier sind u.a. der mit dem Auto gut erreichbare See hinterm Horn, der Allermöher See (durch Nichtschwimmerbereich gut für kleine Kinder geeignet), und der direkt an der Elbe liegende, große Hohendeicher See (mit Imbissen, Parkplätzen und Toiletten ausgestattet) zu nennen.

Allerdings – und da möchte ich unserem Hausmeister explizit beipflichten – ist der Boberger See der unberührteste und landschaftlich reizvollste Badesee der Region. Der See liegt in der Boberger Niederung, die von Ziegen- und Schafherden durchwandert wird.Die ihre temporäre Anwesenheit lautstark verkündenden Paarhufer halten die einzigartige Heidelandschaft auf dem Laufenden.

Boberger Dünen
Boberger Dünen

Die Niederung wird von kleinen Bächen und pittoresken Brücken durchzogen; der See selbst liegt durch eine beträchtliche Baumumrandung im Verborgenen und ist nur am nordöstlichen Ufer (über den Walter Hammer Weg) direkt per Auto erreichbar. Neben dem offiziellen Sandstrand sind besonders die verborgeneren Badestellen rund um den See zu empfehlen, an denen man auch an heißen Sommertagen noch allein sein kann. Diese Stellen sind für Freunde des bekleideten und unbekleideten Badens gleichermaßen empfehlenswert.

Boberger See
Boberger See

 

Das besonders Reizvolle der Boberger Niederung ist neben einem kühlen Bad die herrliche Landschaft, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden kann. Es gibt einen Parkplatz am Billwerder Billdeich, von dem aus man schnell die unberührten Stellen erreicht. Vom Parkplatz aus müsst ihr dazu dem an der Bille entlanglaufenden Stichweg nach links folgen. Nach wenigen Metern führt dort eine kleine Holzbrücke über die Bille. Hinter der Brücke geht nach 3-4 Metern ein kleiner Pfad über ein Feld. Folgt diesem Pfad, bis Ihr einen größeren Weg erreicht. Biegt nach links in diesem Weg ein und folgt ihm bis zum See. Lauft das Ufer weiter nach links ab und sucht Euch die schönste Badestelle aus!

Genießt Euren Sommer!

Love, SB

 

Kategorien Allgemein Hamburg Lifestyle Reisen
Inga Lankenau

Hallo liebe Gäste! Ich bin Inga und arbeite als freie Künstlerin, Illustratorin, Dozentin und als Bloggerin für die zauberschöne Superbude. Auf unserem Superbude-Blog könnt ihr mehr über unsere neuesten Frühstücksaufstrichsrezepte, unsere Lieblingsorte und -Veranstaltungen und über Hamburgerisches und Superbudiges erfahren.

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