DIY des Monats – Seetangpesto

Der Frühling riecht nach Knoblauch. Zumindest, wenn Ihr einen lieblichen, feuchten, hummusreichen Auenwald in Eurer Nähe habt, der von einem viel besungenen Kraut bewohnt wird….

Dieses Superwaldgewächs mit seinen vielen Namen – Bärlauch, Waldknoblauch, Hexenzwiebel, Ramsen … – lässt sich besonders durch den feinen Knoblauch-Umgebungsduft identifizieren.

Es kann ja nun sein, dass einige unserer super Superbudengäste am Wochenende in Hamburg superviel unternommen haben, während der eventuelle Souvenirerwerb für Daheim im Rausche der Erlebnisse unterging….

Wenn dann die Rückreise naht und das eigentlich eingeplante Mitbringsel ausfällt, befindet sich der werte Hamburgreisende in einer Zwischenwelt von schönen Wochenenderinnerungen und Gedanken an Daheim, wo die mitgebrachten Erinnerungen für die Lieben nicht handfest genug sein könnten.

Falls Ihr aus diesem Dilemma befreit werden möchtet, empfehlen wir Euch: Bärlauchpesto!

Ihr könnt es ganz einfach selber machen, es schmeckt herrlich und das Bärlauchsuchen schafft fröhliche Gedanken an die vergangene Ostereiersuche. Mitgebrachtes, selbstgemachtes Bärlauchpesto wird jedermann genug erfreuen, um Gedanken an das fehlende maritime Flair des Ganzen schnell in der Elbe zu versenken.

Wer die Wahrheit etwas verschönern möchte, kann ein Containerschiff oder einige Möwen auf den Einmachglasdeckel malen und das Erzeugnis mit „Seetangpesto aus Übersee“ betiteln.

Doch wo findet man Bärlauch – und wie wird Bärlauchpesto hergestellt?

Zum ersten Teil der Frage: Ihr findet Bärlauch von Ende März bis Ende Mai auf Märkten und – eher im Süden Deutschlands – in Buchen- und Auenwäldern.  In Hamburg und Umgebung ist das Kraut weniger häufig und man sollte es aus Naturschutzgründen lassen wo es ist.

Falls Ihr aber in der Nähe eines Laubwaldes wohnt, stattet Eurem Wald doch einmal riechend einen Besuch ab. Womöglich steigt Euch dann irgendwann dieser leichte Knoblauchduft in die Nase und ihr entdeckt teppichartig wuchernde, knatschgrüne Pflanzen. Der Geruch und die raue Unterseite der Bärlauchblätter erleichtert botanisch Unbewanderten die Unterscheidung von giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen.

Wie viele gute Dingen sollte der Bärlauch nur für den Eigenbedarf geernet und genutzt werden. Behandelt die Wildpflanze schonend, indem Ihr nur zwei Drittel der Blätter abschneidet oder abknipst und den Rest samt Zwiebel leben lasst, so dass der Bärlauch im kommenden Jahr neu sprießen kann.

Die Bärlauchblätter halten sich gut für einige Stunden in einer Plastiktüte. Dennoch solltet Ihr das Kraut schnell verarbeiten.

Was Ihr braucht:

Eine kleine Plastiktüte voller Bärlauch (mind. 200g)

150-200g Nüsse und Samen (z.B. Sonnenblumen- Kürbis- oder Pinienkerne, Cashew- oder Walnüsse)

500 ml Rapskern – oder Sonnenblumenöl (gute Qualität!)

100g Pecorino oder Parmesan

2-3 Knoblauchzehen

Salz und Pfeffer

etwas Honig oder Zucker

So einfach geht’s:

Wascht den Bärlauch und trocknet ihn danach gut; am besten mit einer Salatschleuder. Schneidet die Blätter dann etwas klein (z.B. mit einem Wiegemesser).

Röstet die Nüsse und Samen in einer Pfanne leicht an und gebt sie zusammen mit dem Bärlauch in eine Schüssel. Füllt genug Öl und kleingeraspelten Parmesan oder Pecorino hinzu, bis sich eine Pesto-Konsistenz ergibt. Würzt alles mit Salz, Pfeffer und kleingeschnittenem Knoblauch.

Schmeckt alles mit etwas Honig oder Zucker ab und zerkleinert das Ganze mit einem Pürierstab.

Genießt das herrliche Pesto am besten zu Nudelgerichten oder mit Brot.

Tipp: falls das Pesto bis zu einem Jahr haltbar sein soll, lasst die Pinienkerne und den Käse weg und fügt beides bei Bedarf direkt hinzu.

Wir wünschen Euch eine genussvolle Nachfastenzeit!

Eure Superbude

In der nächsten Woche kommt gleich ein neues Rezept – unser Mai-Aufstrich!

 

Kategorien Allgemein DIY Essen
Inga Lankenau

Hallo liebe Gäste! Ich bin Inga und arbeite als freie Künstlerin, Illustratorin, Dozentin und als Bloggerin für die zauberschöne Superbude. Auf unserem Superbude-Blog könnt ihr mehr über unsere neuesten Frühstücksaufstrichsrezepte, unsere Lieblingsorte und -Veranstaltungen und über Hamburgerisches und Superbudiges erfahren.

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