Wo gibt's was? das erfahrt ihr in unserem Shopping-Video!

Heiße Hunde und hippe Katzen – Shopping in Hamburg abseits von H&M


Indien ist für Vegetarier eine Labsal. Das traditionelle Mashup -Gericht „Thali“ besteht je nach Region aus verschiedenen Zutaten – meist ist es eine Kombination aus Chapati (dünnem, noch warmem Fladenbrot), Gemüse (z.B. Okraschoten), Dal (wunderbarer Linsenbrei), Raita (Joghurt mit Gewürzen) und Reis. Wer unter diesen Umständen zu McDonald’s geht, dem kann keiner helfen.

Ähnlich verhält es sich mit einem Einkaufsbummel in Hamburg. Wer sich durch die Mönckebergstraße shoppt, kann gleich zu Hause bleiben und fünf Cheeseburger essen. Natürlich möchte ich damit mitnichten die Cheeseburger verunglimpfen – sondern euch lediglich ans Herz legen, zu probieren was einmalig ist.

Wenn ihr also wirklich winkelig, besonders, feinschmeckerisch und wählerisch shoppen möchtet, dann sind euch ein paar andere Ecken zu empfehlen. Hamburg ist zwar kleiner als Indien, aber es reicht schon für verschiedene Regionen und Geschmäcker. Grob gesagt könnt ihr beispielsweise rund um den Eppendorfer Baum nach schnieken Wohnaccessoires, Cupcakes und noch schniekeren Kleidungsstücken stöbern. In der Schanze, im Karoviertel und in St. Pauli findet ihr eine Unzahl an kleinen hippen Szeneläden, und in der Langen Reihe in St. Georg herrschen Delikatessen- , internationale und „hippieske“ Läden vor. In allen genannten Vierteln findet man natürlich auch alles von allem und ohnehin sehr besondere hamburgerische Souvenirs.

Ich habe euch hier filmisch eine der vielen möglichen Shoppingrouten zusammengestellt:

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Wo gibt’s was? Das erfahrt ihr in unserem Shopping-Video!

Es folgen nun einige schriftliche Genauigkeiten dazu:

Schanze

Die erwähnte Route beginnt im Schanzenherz – im Kulturhaus 73 neben der roten Flora. Die 73 beinhaltet neben Kunst und Kultur auch Spinat-Schafskäse-Quiche und vorzüglichen Kaffee. Ihr werdet bald gelinde gesagt müde sein, also stärkt euch!

Von dort aus empfehle ich einen sofortigen Abstecher in die Weidenallee. Hier findet ihr in der Hausnummer 54 den kleinen Secondhandladen Second Schanze, mit einer feinen, handverlesenen Auswahl an wirklich Edel und Schick. Wenn ihr euch hier einkleidet, wird euer Einkommen überschätzt. Das ist zuweilen nützlich.

In der Weidenallee 17 wartet „Yokozuna auf euch – das ist in diesem Falle kein 300 kg schwerer Wrestler, sondern ein ebenfalls sehr feiner Laden, in dem man euch ein Lächeln schenkt und handgemachte Garderoben oder ebensolche Grußkarten, Korkenverzierungen, Insektenroboter, gemusterte Schnürsenkel und geliebtes Allerlei verkauft. Das kommt dem indischen „Thali“ in seiner Vielfalt schon nahe.

Nun nähert ihr euch wieder dem Epizentrum des Schanzenshoppings mit einer Milchstraße an Laden-Sternchen. In der Susannenstraße 20 findet ihr neben ebenso erwähnenswerten Läden beispielsweise Das Dorf, ein verwinkelter, mit bunten Lampions verzierter Ort, wo man wünschte es wäre auch ein Cafe und man könnte sitzen und staunen – oder in Ruhe seine Grußkarten schreiben sie und danach gegenüber bei der Post (Susannenstr. 26) einwerfen.

Nun könnt ihr weiter die Schanzenstr. entlangschlendern und bei Budni Blasenpflaster oder bei Funke-Ticket (Schanzenstr.5) Konzertkarten für den Abend kaufen.

Weiter geht es über den Austragungsort des samstäglich stattfindenden Schanzenflohmarkts (sehr empfehlenswert!) mit dem reeperbahnesken Titel „Lattenplatz“ zur Hanseplatte (Neuer Kamp 32). Hier gibt’s echte Hamburger Musik und – wichtig – den Friesennerz. Beim Friesennerz handelt es sich um ein unerklärlich regendichtes Objekt, das ob seiner zuweilen zeltlichen Ausmaße eine große Anzahl an Tüten und Taschen und Jutebeuteln zu beherbergen vermag. Vermutlich ist der Friesennerz besonders durch seine Schlechtwetterlaunebekämpfungseigenschaften – er ist sehr gelb – ein nordischer Renner.

Karoviertel

Nun überquert ihr über eine plötzlich unerklärlich auftauchende Bahngleisbrücke die Grenze zum Karoviertel. Die vor euch liegende Marktstraße ist eine Feinschmeckerallee der Einkaufsfreuden. Bei Hot Dogs in der Marktstr. 38 gibt es die wahren Vintage- Klamotten sowie Taschen aus recyceltem Sportgeräte-Leder und Turnmatten.

Was es bei lilit (Marktstr. 12) gibt, ist gar nicht so einfach zu erklären. Eine Reise durch Italien. Oder ein Lebensgewühl der Wandelbarkeit. Es reicht jedenfalls nie, diese Kleidung zu betrachten ohne sie anzuziehen. Die wunderhaften Stoffe fallen sofort auf, aber die zauberschöne Zauberei die beim Tragen entsteht, existiert auf dem Kleiderhaken noch nicht. Es gibt keinen anderen Kleiderladen über den ich sagen würde: der Eine reicht mir. Außer bei diesem.

St. Pauli

Nahe beim „Grünen Jäger“ in der Thadenstr. 4 kommen Männer endlich einmal auf ihre Kosten. Im Riders Room gibt es Männerkleidung und Bikerkleidung samt Zubehör. Auch Motorradhelme.

Der Kunstkiosk in der Paul-Roosen Str. 5 hat ein besonders schön gestaltetes Hamburger Mitbringsel: ein Flacon mit Elbwasser und Elbstrandsand an einer Kette. Hinzu kommen wunderbare individuelle Arbeiten verschiedenster Designer, zum Beispiel Drucke von Eulen mit im Dunkeln leuchtenden Augen des Labels „tiipula“.

Fast direkt gegenüber treffe ich Djane Romana in ihrem Laden „Hip Cats (Paul-Roosen Str. 16), zwischen lauter Vintage-Schätzen. Wobei „lauter“ reichlich untertrieben ist. Hier denke ich, man sollte genau andersherum vorgehen als bei einer Safari: etwas Reales und eine Flair- Erinnerung mitnehmen, aber kein Bild. Ich bin ja keine Copycat.

St. Georg

Nun gehts durch Biernebelschwaden zur Reeperbahn und von dort aus direkt zum Hauptbahnhof. Denn auch in der „Langen Reihe“ in St. Georg finden sich sehr besondere Orte. Zum Beispiel gibt es in der Langen Reihe 60 Wohnasseccoire – Sonderposten: teils sehr reduzierte Teppiche, Stoffe, Körbe, Globen, Möbel. Man verrät mir, dass es in der Speicherstadt (Am Sandtorkai 34) noch viel mehr Orient gibt….

Direkt nebenan im „Kaufhaus Hamburg (Lange Reihe 70) entzücken bunte Kerzenständer mit gleichfarbigen Kerzen, infernalisch schlicht und gut gestaltete Bücherregale und ein Buch über Kinderzeichnungen des Hamburger Hafens, die fauvistisch, expressionistisch und vor allem außerordentlich schön sind.

Zu empfehlen ist nun, dem Hinterhof Koppel 66 einen Besuch abzustatten (Eingang neben der Langen Reihe 83). Mehr wird hier nicht verraten.

Nur wenige Meter weiter kann der Indien- und Tibet -Freund eine wonnige Zeit im Himalaya in der Langen Reihe 55 erleben. Hier gibts warme Puschen, Edelsteinschmuck, bunte alternative Kleider und immer hilfreiche Ratschläge vom Dalai Lama und von den freundlichen Verkäuferinnen, die mir glücklicherweise einen Besuch desKräuterhauses (Koppel 34-36) empfehlen.

Das Kräuterhaus befindet sich nur wenige Meter entfernt um die Ecke der Gurlittstraße und ist ein guter Ort, um einen Einkaufstag abzuschließen: der herrliche Geruch der in hundertjährigen Holzbehältnissen gespeicherten Kräuter und Tees entspannt und beruhigt, so dass man mit seinen Einkäufen beseeligt heimfahren kann.

PS: Weitere Shopping-Tipps findet Ihr in unseren Blogs Souvenir-Shoppen, Ein Shopping-Tag in Ottensen und Geschenke-Shoppen.

Nächste Woche stellen wir Euch unser veganes Hummus vor!

Eure Inga aus der Superbude

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